
Regatta an der Bischofswiese in Döbeln
11. Mai 2026Es hatte sich über die letzten Jahre schon angedeutet: die "große Brandenburger" ist wieder am Kommen. Dieses Jahr waren über 1100 Kanuten aus nah und fern angereist, um ihre Frühform zu überprüfen und die Konkurrenz im Hinblick auf die Bereichsmeisterschaften und die Deutschen Meisterschaften zu testen. Der VKD war mit 12 Sportlern mittendrin statt nur dabei und saß und kniete in der ersten Reihe.
Schon der Anreisetag war, wie immer, stressig: Zelte aufbauen, Boote abladen, Boote wiegen, Zweier und Vierertraining mit den neuen Bootspartnern der RG Sachsen (siehe Rangliste), neue Trikots abholen, Obleutebesprechung, Besprechung im SKV, Mannschaftsbesprechung, Abendbrot, alle Kumpels und Kumpelinen aus den anderen Vereinen finden, Boote wieder einpacken, Duschen, Zähne putzen und Nachtruhe.
Die Nächte waren mit Temperaturen am Gefrierpunkt sehr kalt, die Tage ob der Sonne fast schon zu warm. Wetter halt.
Wegen der hohen Beteiligung mussten nahezu alle durch Vor- und Zwischenläufe, wenn sie im Endlauf um die Medaillen paddeln wollten. Das gelang Helene im Einer über 200m, 500m und 1000m. Jonna fuhr ins Finale über 500m. Ob der 11 Vorläufe bei den jugendlichen Kajakfahrern, in denen Max, Bjarne, Carl, Karl und Philipp mitmischen wollten, fragte man sich dann aber doch, wie das eigentlich funktionieren sollte mit dem Finaleinzug. Das Niveau war dann auch fast überirdisch hoch, den früh entwickelten Sportlern sei Dank, und unsere Jungs blieben leider in den Zwischenläufen stecken. Philipp schaffte es dann im K2 über 200m und im K4 über 500m mit Partnern aus ganz Sachsen in den Endlauf. Für Benjamin und Emil, im Schüler-B-Projekt des BWD, war es die erste Teilnahme an solch einer großen Regatta. Sie hielten sich aber nicht lange auf und fuhren im K2 als auch im K4 gleich ins Finale.
Aber Aufgeben war ja noch nie unsere Stärke. Es wurde um jeden Meter gekämpft, auch wenn es nicht immer einfach war bei den wechselnden Windbedingungen und mit wechselnden K2 und K4 Partnern aus Leipzig, Dresden, Lauenhain, Mittweida, Jena, Flöha und sonstwo den richtigen Rhythmus und Bootslauf zu finden. Die Trainer der RG Sachsen hatten alle Hände voll zu tun. Auch während des Wettkampfes wurden noch die C4 oder K4 trainiert und umgestellt.
Die ersten Entscheidungen der Regatta fanden dann über die Langstrecke (2000m für die jüngeren bis Schüler A, 5000m ab Jugend) statt. 80 K1 bei den jugendlichen Jungs oder 60 K1 bei den jugendlichen Mädchen kann kein Starter bändigen, der es dann auch nicht versucht hat und die wilden Haufen einfach so auf die Strecke geschickt hat. Im Getummel der Windwellen, Motorbootwellen und Rennbootwellen ist dann erhöhte Bootsbeherrschung und Willenskraft gefragt. Jonna wurde leider von Neptun ins Wasser gelockt. Alle anderen sind die Rennen tapfer zu Ende gefahren, Benjamin und Emil kamen im K2 auf einen hervorragenden sechsten Platz (von über 30 Booten). Helene wurde Vierte (von 12), Philipp 31., Max 36., Bjarne 39., Carl 40. (jeweils von 80). Saskia hat sich vom ganzen Trubel nicht beirren lassen und holte die erste Medaille für den VKD: Gold im C1 der Damen Leistungsklasse.
Der finale Sonntag hielt dann noch einmal Freud und Leid für uns bereit. Casi und Jan waren eigens für den C4 nachgereist und hatten sich mit zwei Jungs von DHfK ins Finale gekämpft, dort waren aber die Wellen und die Konkurrenz eine Nummer zu groß. Immerhin kamen die Jungs freudestrahlend vom Wasser: sie hatten mit all ihren Kräften gegen das Reinfallen gekämpft und die Richtung gehalten. Der neudeutsche Ausdruck für ihren Gemütszustand wäre "stoked".
Jonna gewann auch den neunten Platz im Finale, und schloß sich dann mit Mathilda, Hannah und Leni (alle LVB) zum ersten rein weiblichen C4 in Deutschland zusammen und gewann einfach mal so gleich eine Silbermedaille.
Das gleiche tolle Endergebnis erreichte auch Benjamin (zusammen mit Kuno, Samuel und Tizian vom BWD) im K4 der Schüler B über 500m. Silber! Der Wahnsinn.
Helene hatte in den Finals über 200m, 500m und 1000m etwas, was man gemeinhin als Serie bezeichnet: Jeweils der sechste Platz im C1 der weiblichen Jugend. Aber im C4 über 500m gelang dann zusammen mit Finja, Hilda (beide DHfK) und Luisa (LVB) der ganz große Goldwurf.
Saskia fügte der Gesamtbilanz noch zwei sehr glänzende Silbermedaillen im C1 über 200m und 1000m hinzu.
Philipp saß im K4 als auch im K2 im zweitbesten Boot der RG Sachsen. Mit Sportfreunden aus Leipzig und Dresden wurde er im K4 Sechster und im K2 Siebter bei irrsinnig starker Konkurrenz.
Die Edelmetallbilanz steht also bei zwei Gold- und vier Silbermedaillen, erkämpft von den Jungs und Mädchen, Damen und Herren, Kajaks und Canadiern des VKD. Neben den Trainern waren auch Rico und Oliver mit im Organisationsteam vor Ort, die für alle daheimgebliebenen Fans und Familien den Livestream am Leben hielten und die Kameras so professionell auf die Sportler richteten. Wir danken Familie Legler für Transport und Küchenkünste. Die nächsten Brötchen backen wir dann etwas kleiner auf der Regatta in Döbeln. Und gleich danach, da freuen wir uns alle schon wie Schneekönige, fahren wir über Himmelfahrt ins Trainingslager nach Cottbus. Sport freu!
























































