
Wir hatten sehr gute Ostdeutsche Meisterschaften!
8. Juli 2026Der Kanusport macht 2026 wieder Station im Mutterland der Canadier, in Kanada. Dort wo das Stechpaddeln erfunden wurde und wo schon seit hunderten Jahren Rennen, Wettkämpfe und Regatten die alten Traditionen der Indianer und Trapper ehren und wo Frauen schon seit jeher ganz normal im Canadier knien (etwas, das im Rest der Welt erst seit 2009 praktiziert wird), traf sich die Jugend dieser Welt, um die Juniorenweltmeister zu bestimmen. Die alte Regattastrecke in Halifax, Nova Scotia, ist dafür natürlich wie geschaffen.
Johanna, zum zweiten Mal über Athletiksichtung, 1. und 2. Paddel-Qualifikation für die Juniorenauswahl des DKV qualifiziert, hatte sich akribisch auf die große Reise über den Atlantik vorbereitet. Sie absolvierte im Herbst als auch im Spätwinter in der Türkei Trainingslager mit vielen Paddel-Kilometern, arbeitete dann in Trainingslagern in Sabaudia, Kienbaum, Duisburg und München kontinuierlich weiter an ihrer Form. Zu Haus blieb neben Training gerade mal eben noch Zeit für die Abschlußprüfungen in der Schule.
In Kanada sollte Johanna mit Lykka (DHfK) den (olympischen) C2 über 500m paddeln und auch den C4 über 500m (mit Emily, Cheyenne und Marie aus Karlsruhe) bestreiten. Der C2 mit Lykka lief besonders gut: In der zweiten Rennhälfte ging das Boot nur nach vorn, unaufhaltsam. Auch der C4 hatte im Training seine Momente, wenn die vier Mädchen klickten. Also flog die gesamte Mannschaft frohgemut nach Amerika.
Johanna und Lykka ließen dann im Vorlauf auch nichts anbrennen und fuhren mit Vorlaufsieg direkt auf die Favoritenbahn ins Finale. Die andere Favoritenbahn daneben belegte der kanadische C2. Im Finale war sich das gesamte Feld auf den ersten 100 Metern einig und zog geschlossen los. Ab der Hälfte bei 250m setzen sich die Kanadierinnen leicht von Lykka und Johanna ab, die sich durch das Feld nach vorn arbeiteten. Der Endspurt, das Sahnestück von Johanna und Lykka sollte es retten, aber die Tagesform lies keine große Aufholjagd zu, der Rückstand blieb konstant. Die beiden mußten sogar noch den Angriff der Chinesinnen auf der Außenbahn abwehren, was mit letzter Kraft nicht gelang. So wurde es ein heiß umkämpfter dritter Bronzerang, dichter als dicht am zweiten Platz dran. Eine riesengroße Leistung von Johanna und Lykka und aller Ehren wert im Kreis der besten der Welt.
Johanna steuerte dann im Finale noch den C4 der Juniorinnen über 500m auf den fünften Rang. Die Mädels legten los wie die Feuerwehr, lagen auch bei 250m auf einem Medaillenplatz, aber dann schlug der tückische Seitenwind zu und das Pulver war verschossen. Schade.
Nun hat Deutschland, Sachsen und der VKD eine ehrgeizige Sportlerin, Johanna, die auf der Junioren-Weltmeisterschaft eine Medaille erpaddelt hat. Unser aller herzlichen Glückwunsch und der Auftritt in Halifax sollte der Johanna Kraft und Motivation geben für die nächsten Aufgaben und auch für 2027, wenn sie es bestimmt noch einmal auf der Junioren-WM versuchen will.
Und nun, eine Woche danach, weilt die A-Nationalmannschaft in Montreal für den dritten Weltcup des Jahres.



















