
Gefrorene Tropfen, Gänseflügel und ein Schnee-Eisbär auf der Elbwiese
26. Februar 2026
Athletischer Saisonauftakt in Cottbus
11. März 2026Der Mensch ist ein Sammler – ich sammle Flüsse“, sagte der 65-jährige Falk Bruder, der in Leipzig zu Hause ist. Von dort zog er mit seinem Kanu hinaus in die Welt. Für ihn ist Paddeln „die archaischste Form des Reisens und Freiheit“ – und seine große Leidenschaft. Beeindruckende 76.000 Kilometer hat er bislang im Kanu zurückgelegt. In seinem Vortrag in unserem Bootshaus im Februar nahm er rund 30 Sportfreundinnen und Sportfreunden mit auf seine Reisen.
Seine Anfänge liegen im Schwabenland, wo Falk Bruder herkommt. Von dort führten ihn die ersten Touren auf Alpenflüsse in der Schweiz, Österreich und Frankreich, wo er sich im Wildwasser trainierte. Dieses Können sollte ihn noch auf vielen Flüssen, Schluchten, Canyons zu Gute kommen. Es ging für ihn auch nach Nordeuropa – nach Norwegen, Schweden, Litauen und Lettland. Mitte der 1990er Jahre startete seine „Kanureise-Weltreise“ in Costa Rica, weiter ging‘s durch die USA, Kanada, Nepal, Neuseeland. Ein Höhepunkt dieser Reise: die Durchquerung des Grand Canyon.
Auch Europa hat er intensiv vom Wasser aus entdeckt: beispielsweise die Donau bis zum Schwarzen Meer führten ihn durch zehn Länder. Und seine Liebe zu den Flüssen und Seen dieser Welt ist ungebrochen. Im vergangenen Jahr ging es auf eine besonders eindrucksvolle Tour durch Albanien. Und sein Sammeln geht weiter: Zu jedem Buchstaben im Alphabet möchte er einen entsprechenden Fluss paddeln. Verraten hatte er nicht, beim welchem Buchstaben er bereits angekommen ist.
Ein spannender, inspirierender Abend, der ganz sicher jede Menge Fernweh geweckt hat. Am Schluss überreichte Falk Bruder, als Beauftragter für Wandersportwettbewerbe beim Sächsischen Kanuverband, unserem Vereinsmitglied Winfred Röttger das Wasserwanderabzeichen in Silber.







