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12. Oktober 2026Ein Wochenende voller Teamgeist, kalter Wellen, starker Konkurrenz und einer besonderen Ehrung
Am Freitag, den 09.10., machten sich die Dresden Bulls in verschiedenen Gruppen auf den Weg zur Bleilochtalsperre. Ziel war die Jugendherberge im SEZ Kloster, wo am Samstag die nächste Ausgabe der Regatta One Hour of Power auf uns wartete. Unser Bootsteam brachte das Boot wie gewohnt mit dem Bus zur Regatta Strecke.
Nachdem alle angekommen waren und ihre Zimmer bezogen hatten, ging es erst einmal zum Abendessen. Da bereits zahlreiche andere Teams vor Ort waren, gestaltete sich die Suche nach einem freien Platz aufgrund der beengten Verhältnisse etwas schwieriger. Wie jedes Jahr entdeckten wir dabei die ein oder anderen bekannten Gesichter, freuten uns aber ebenso über die Teams, die neu oder nach längerer Zeit wieder an der Bleilochtalsperre dabei waren.
Nach dem Essen trafen wir uns gemeinsam auf einem der Zimmer und ließen den Abend bei Snacks, dem ein oder anderen Bier und Eierlikör gemütlich ausklingen. Schließlich sollte am nächsten Morgen ein langer und anstrengender Renntag auf uns warten.
Der Renntag – kalt, nass und voller Einsatz
Am Samstag klingelte der Wecker früh, denn bereits um 07:30 Uhr stand das gemeinsame Frühstück an. Nach und nach versammelten sich die Teams im Speisesaal, um sich für den bevorstehenden Wettkampf zu stärken.
Anschließend blieb noch Zeit für die Rennvorbereitung. Der offizielle Rennstart war für 11:00 Uhr angesetzt, sodass wir uns bei den kalten Temperaturen ordentlich warm halten mussten. Spätestens um 10:00 Uhr ging es hinunter auf die Wiese am Wasser, wo die ersten Erwärmungen begannen.
Um 10:30 Uhr folgte das Captainsmeeting. Dabei wurden organisatorische Abläufe und die Strecke noch einmal ausführlich erklärt. Auch das Vorgehen bei gesundheitlichen Problemen während des Rennens wurde besprochen. Da das THW und die DLRG an diesem Wochenende ebenfalls ein Trainingswochenende an der Bleilochtalsperre absolvierten, war glücklicherweise ausreichend Wasserrettung vor Ort.
Um 10:50 Uhr standen das Gruppenfoto und das Boarding auf dem Programm. Da wir seit Beginn der One Hour of Power jedes Jahr dabei sind, durften wir erneut in der ersten Startreihe stehen. Neben uns warteten starke Teams wie Betreutes Paddeln Frosch-Cotta, Spree-Coyoten und der DragonsClub Leipzig auf den Startschuss. Insgesamt waren zwölf Teams gemeldet, von denen elf tatsächlich an den Start gingen. Gestartet wurde in zwei Reihen mit einem Abstand von jeweils 30 Sekunden.
Dann fiel endlich der Startschuss!
Schon nach den ersten 300 Metern bekamen wir die kräftigen Wellen von links zu spüren. Das Ergebnis: Boot und Mannschaft waren innerhalb kürzester Zeit klitschnass. Und als wäre das nicht genug gewesen, setzte kurz darauf auch noch der Regen ein. Beste Bedingungen für einen entspannten Ausflug auf dem Wasser – zumindest, wenn man auf Kälte und Nässe steht.
Davon ließen wir uns allerdings nicht aufhalten. Wir hielten uns an die vor uns fahrenden Teams und versuchten, den Anschluss nicht zu verlieren.
Gesteuert wurden wir von Checker von den RiesenDrachen aus Riesa. Er hat uns bereits bei mehreren Regatten sicher durchs Rennen gebracht und wir sind ihm sehr dankbar, dass er auch diesmal wieder das Steuer übernommen hat. Er weiß genau, was er dort hinten zu tun hat, und gibt uns die Sicherheit, die wir auf der Strecke brauchen. Seine geschmeidigen Wenden sparen Kraft und bare Sekunden.
Für den richtigen Rhythmus und die nötige Motivation sorgte Caro an der Trommel. Auch sie hat uns schon mehrfach nach vorne gepeitscht und bewies erneut das richtige Gespür für unser Team. Mit ihren Ansagen brachte sie uns immer wieder dazu, noch einmal alles aus uns herauszuholen.
Nach der ersten großen Wende hatten wir uns bereits wieder gut an Frosch Cotta herangearbeitet, die zu diesem Zeitpunkt auf Platz drei lagen. Doch nach der Wende nahmen sie erneut ordentlich Fahrt auf und setzten sich wieder etwas ab.
Gleichzeitig hörten wir von hinten bereits die Restekiste, die ordentlich Druck machte und uns einzuholen drohte. Da sie offensichtlich mehr im Training stehen, zogen sie mit deutlich mehr Power an uns vorbei. Wir mussten sie schließlich ziehen lassen und konzentrierten uns darauf, unseren eigenen Rhythmus zu halten.
Als dann auch noch die Bavarian Kongs zusammen mit den H-Dragons aus Dessau hinter uns auftauchten und zu uns aufschlossen, war nach etwa sechs Kilometern klar: Jetzt mussten wir noch einmal alle Kräfte mobilisieren! Wir wollten uns das Team unbedingt vom Leib halten. Gerade in den Wenden im Bereich Saalburg gelang uns das gut. Wenngleich uns die H-Dragons virtuell überholt hatten, konnten wir deren Überholversuch kontern und behielten den Drachenbart vorn. Gleichzeitig blieben wir weiterhin an Frosch Cotta dran und hielten uns die Chance offen, vielleicht doch noch einmal näher heranzukommen.
Auf den letzten 1.000 Metern gaben wir noch einmal alles. Jeder Schlag zählte, jede Ansage wurde umgesetzt und alle mobilisierten ihre letzten Kraftreserven. Wir wollten den Abstand zu Frosch Cotta unbedingt verkürzen. Doch auch sie hielten ihr Tempo hoch und ließen sich nicht mehr einholen.
So überquerten wir schließlich nach 11,30 Kilometern die Ziellinie – gerade einmal zwölf Sekunden hinter Frosch Cotta!
Ein Ergebnis, auf das wir als Team wirklich stolz sein können. Alle haben bis zum Schluss gekämpft, sich gegenseitig motiviert und alles aus sich herausgeholt. Entsprechend erschöpft, aber glücklich waren wir, diese Strecke gemeinsam durchgezogen zu haben.
Durchatmen, feiern und eine besondere Ehrung
Nach dem Rennen ging es relativ schnell zurück an Land. Das Boot wurde direkt verladen und wir machten uns auf den Weg zurück zur Unterkunft, wo erst einmal Duschen, trockene Kleidung und ein wenig Erholung angesagt waren.
Danach wurde gequatscht, entspannt und – wenn sich die Sonne zwischendurch zeigte – natürlich auch ein wenig Sonne getankt. Nach den kalten Wellen und dem Regen hatten wir uns das mehr als verdient.
Anschließend ging es zum Mittagessen und kurz darauf zur Siegerehrung. Bei elf gestarteten Teams belegten wir den siebten Platz. Stolz gingen wir gemeinsam nach vorne und nahmen unser Ergebnis entgegen.
Doch damit sollte es noch nicht vorbei sein: Die Organisatoren ehrten uns zusätzlich als das am längsten teilnehmende Team der One Hour of Power. Seit Beginn der Regatta waren die DRESDEN BULLS jedes einzelne Jahr dabei und haben kein einziges Mal gefehlt!
Für diese langjährige Treue und Beständigkeit erhielten wir einen wirklich schönen Pokal. Eine besondere Auszeichnung, die uns sehr gefreut hat und auf die wir als Team mit Recht stolz sein können. Denn neben Platzierungen und Rennzeiten ist es genau diese Kontinuität, die zeigt, wie viel uns diese Regatta und die Gemeinschaft dahinter bedeuten.
Nach der Siegerehrung war erst einmal Freizeit angesagt. Es wurde gechillt, Musik gehört, Tischtennis gespielt, spazieren gegangen oder einfach der verpasste Schlaf nachgeholt. Jeder konnte die Zeit so nutzen, wie es nach einem anstrengenden Rennen am besten passte.
Um 18:00 Uhr trafen wir uns dann alle wieder zum gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant. Anschließend ging es zurück ins SEZ, wo die traditionelle Party nach dem Rennen stattfand. Auf der Tanzfläche zeigten sich die DRESDEN BULLS noch einmal in ausdauernder Angriffslaune. Bei zum Teil guter Musik, an der Bar und auf der Tanzfläche kamen wir mit den anderen Teams ins Gespräch und konnten den Tag in entspannter Atmosphäre ausklingen lassen. Der Austausch mit den anderen Mannschaften und das Wiedersehen mit bekannten Gesichtern gehören schließlich genauso zu diesem Wochenende wie das Rennen selbst.
Abschied von der Bleilochtalsperre
Am Sonntagmorgen trafen wir uns ein letztes Mal zum gemeinsamen Frühstück. Danach wurden die Sachen gepackt und die Heimreise in verschiedenen Fahrgemeinschaften nach Dresden angetreten. Ein ereignisreiches Wochenende lag hinter uns – mit kalten Temperaturen, nassen Klamotten, einem anstrengenden Rennen, vielen schönen Begegnungen und einer besonderen Auszeichnung.
Ein großes Dankeschön geht an die Dresdner Löwen aus Laubegast, die uns mit fünf Mitgliedern tatkräftig unterstützt und unser Team ordentlich verstärkt haben. Ohne euch wäre das Rennen in dieser Besetzung nicht möglich gewesen!
Natürlich gilt unser Dank auch allen Bulls, die an diesem Wochenende dabei waren und mit vollem Einsatz zu unserem siebten Platz beigetragen haben. Jede und jeder Einzelne hat gekämpft, motiviert, durchgehalten und gezeigt, was Teamgeist bedeutet.
Wir nehmen nicht nur einen starken siebten Platz mit nach Hause, sondern auch einen Pokal für unsere langjährige Teilnahme und viele schöne Erinnerungen an ein rundum gelungenes Wochenende.
Danke, Bulls, für euren Einsatz! Danke an die Löwen für eure Unterstützung! Danke an Checker für seine herausragende Leistung am Steuer! Und danke an die Organisatoren für eine weitere gelungene Ausgabe der One Hour of Power.
Wir sehen uns spätestens bei der nächste Regatta One Hour of Power an der Bleilochtalsperre wieder!
Ein Bericht von Käppi.















